Geschichte

Bereits am Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Latschau eine kleine Volksschule. Unterrichtet wurde in der Stube (5 x 5 Meter) eines alten Bauernhauses nahe der oberen Illwerkesiedlung. Wegen Platzmangels musste ab 1945 Wechselunterricht gehalten werden. Um diesem Notstand abzuhelfen, wurde im Jahr 1949 sogar kurzfristig ein Schlafsaal im Gasthaus Sulzfluh angemietet und als Klassenzimmer eingerichtet.

 

Doch bereits im September 1948 wurde von den Gemeindevertretern in Tschagguns der Neubau der heutigen Schule beschlossen. Für den Neubau setzte sich auch Hofrat Dr. Arnold Durig ein, der damals ein weltbekannter Arzt und Forscher war. Deshalb wird die Schule auch „Hofrat Durig Schule“ genannt. Die Vorarlberger Illwerke schenkten der Gemeinde für den Bau des neuen Schulhauses den Bauplatz. Für die Planung wurde der Architekt Werner Pfeifer aus Schruns beauftragt. Am 9. Mai 1949 erfolgte dann der Spatenstich und bereits am 15. Jänner 1950 konnte das Schulhaus bezogen werden.

In den kommenden Jahren wurden Schüler von der ersten bis zur achten Schulstufe in zwei Klassenräumen unterrichtet. Im Keller war ein Werkraum eingerichtet, der später als Turnraum diente. Im Obergeschoss gab es eine „Reserveklasse“. Im Schuljahr 1968/69 wurde mit 64 Kindern die Schülerhöchstzahl erreicht. Seitdem die Oberstufe Anfang der Siebzigerjahre aufgelöst wurde, ist die Schule in Latschau einklassig.

1975 wurde der Kindergarten im oberen Stock des Schulhauses eingerichtet, der aber heute nicht mehr hier ansässig ist.

 

Besonders stolz ist der kleine Ortsteil Latschau auf vier Persönlichkeiten, die nach der Schule Karriere gemacht haben:


Bleiner Werner: Schirennläufer (Vizeweltmeister im Riesentorlauf)
Wachter Anita: Schirennläuferin (Weltcup – Gesamtsieg 1992/93, Gold und Silber bei Olympia, mehrere Medaillen bei Weltmeisterschaften)
Amann Andrea: 9 x Staatsmeisterin und 1 x Europameisterin in Freestyle und 1 x Weltmeisterin und 3 x Staatsmeisterin im Paragleiten
Haas Georg Friedrich: Komponist